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Angst beim Hund – Angst verstehen

Hund Angst - Tipps zum Helfen

Angst gehört für alle Säugetiere zum Leben dazu

Angst schützt uns vor Gefahren und Angst schützt uns vor Leichtsinnigkeit, davor falsche Entscheidungen zu treffen. Angst ist in manchen Situationen überlebenswichtig, sie ist quasi ein Selbstschutzmechanismus.

Es gibt erlernte Angstauslöser, aber auch angeborene Angstauslöser. Beutetiere haben z.B. angeborene Ängste vor Beutegreifern. Diese Ängste sind natürliche Ängste – unkonditioniert. Sie werden auch ohne negative Erfahrungen ausgelöst. Bei uns Menschen zum Beispiel die Angst vor Spinnen oder Ratten. Man hat nie negative Erfahrungen mit diesen Tieren gemacht, dennoch haben viele von uns Angst davor.

Angst ist also erstnal etwas völlig Normales, eine Schutzreaktion des Körpers.

Schlimm wird es, wenn die Angst allmächtig wird, der Hund aus seiner Angst nicht mehr herauskommt. Immer mehr Angst vor Dingen entwickelt, die eigentlich gar keine Gefahr darstellen…

Das Tükische an Angst ist, dass sie oft schnell immer größere Kreise ziehen kann. Eigentlich unbedeutende Reize – die rein zufällig in der Angstsituation vorhanden sind oder kurz vorher passieren – können zu weiteren Angstauslösern werden.

 

Beispiele:

  • Tierarztbesuch: bereits der Fahrtweg oder das Auto
  • Gewitterangst: dunkle Wolken oder starker aufkommender Wind
  • Silvesterangst: das ungewohnte Schließen von Jalousien, laute Musik

 

Angst ist eine Emotion, die verschiedene Verhaltensreaktionen bzw. auch Stressreaktionen auslöst. Wenn Dein Hund einmal gelernt hat, dass er sich durch Flüchten vor dem Auslöser besser und sicherer fühlt, er quasi Erfolg mit diesem Verhalten hatte, wird dieses gezeigte Verhalten damit verstärkt. Dein Hund fühlt sich dadurch wohler, er hat weniger Angst, im Notfall hat er sogar etwas überlebt. Dein Hund hat also quasi eine Bewältigungsstrategie gelernt: Flucht, Verstecken, Meiden hilft – er wird es somit häufiger tun bzw. versuchen es zu tun – was natürlich lebensgefährlich ist.

Führt Angstverhalten nicht zum Erfolg, also zum Beispiel zum gewünschten Abstand zum Angstauslöser, kann Angstverhalten durchaus auch in Aggressionsverhalten kippen.

 

Kopflos flüchten…

Sollte nicht die Bewältigungsstrategie Deines Hundes werden oder bleiben, denn das ist natürlich sehr gefährlich.

Durch ein gutes positives Training kann Dein Hund gute Alternativen kennenlernen. Er kann lernen, dass es auch andere, ihm helfende Möglichkeiten gibt, mit denen er sich in Angstsituationen zu helfen weiß.

 

Was passiert bei Angst?

Je nachdem wie groß die Angst Deines Hundes ist, katapultiert ihn diese bei starkem Stress in den nicht denkenden Bereich seines Gehirns. Das heißt, er kann nicht mehr bewusst Entscheidungen treffen, etwas abwägen und überlegen oder auf Deine Signale reagieren. Er handelt nur noch instinktiv, um sein Leben zu schützen.

Das ist es, was es unter Umständen auch Dir dann so schwer macht, noch zum Hund „durchzudringen“.

 

Was in solchen Situationen hilft…

Signale, die nicht über bewusstes Lernen aufgebaut sind, die Dein Hund also nicht bewusst „ausführen“ muss, und die somit auch im instinktiven Teil des Gehirns ankommen, können Deinen Hund einen kleinen Moment  wieder in den „denkenden Bereich“ zurückholen.

 

Solch ein Signal ist zum Beispiel das…

Entspannungssignal

Was genau das ist und wie Du es aufbaust, erfährst Du hier:

Konditionierte Entspannung: Entspannungssignal aufbauen

Was macht Angst schlimmer…

Alles, was das emotionale Empfinden des Hundes weiter negativ beeinflusst, intensiviert die Angst.

Beispiele:

  • wegschicken obwohl Nähe gewünscht
  • in die Angstsituation zwingen
  • ignorieren obwohl Nähe gewünscht
  • unangenehme Körpersprache des Menschen
  • Hund festhalten oder hochheben, wenn der Hund es nicht gewohnt oder es unangenehm ist

 

Was vermindert die Angst…

Alles was positive Emotionen auslöst, schwächt die Emotion Angst ab. Dein Hund wird weniger ängstlich reagieren.

Beispiele:

  • Beruhigen
  • Loben
  • Belohnungen
  • Abstand aufbauen
  • Situation verlassen
  • Körperkontakt

 

Immer vorausgesetzt, es ist in der jeweiligen Situation angenehm für Deinen Hund!

 

Was Du gerade an Silvester noch tun kannst…

erfährst Du hier im Artikel:

17 Tipps gegen Silvesterangst – Wie Du Deinem Hund helfen kannst!

Trösten, Kontakt und Belohnungen sind also bei Angst erlaubt!

Bitte ignoriere nicht einfach die Angst Deines Hundes – er braucht Dich!

 

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