Home TrainingAllgemeines Verstecken, wenn Dein Hund Dich ignoriert? Warum das keine gute Idee ist…

Verstecken, wenn Dein Hund Dich ignoriert? Warum das keine gute Idee ist…

by Alexandra

Einer von so vielen Tipps… Ob er wirklich gut ist?

Dein Hund ist auf seinem Spaziergang mal wieder total in seine Hundewelt versunken. Er schnüffelt hier und dort – jeder Grashalm scheint interessant zu sein -, er beobachtet die Vögel auf den Feldern, die Hunde in der Ferne oder untersucht fast jedes gefundene Mauseloch sehr interessiert. Das ist völlig normal, er tut halt „Hundedinge“… Seine Aufmerksamkeit liegt halt gerade in der Umwelt.

Nun denkst Du Dir vielleicht, Ihr solltet wieder nach Hause gehen und Du rufst Deinen Hund zu Dir. Aber… Dein Hund nimmt Dein wiederholtes Rufen einfach nicht wahr. Er „scheint“ sich offensichtlich einfach nicht für Dich zu interessieren und geht halt weiter seinen Hundedingen nach. Ganz vorneweg gesagt: Das meint Dein Hund nicht böse – er kann gerade einfach nicht anders!

Und nun denken sich viele Hundebesitzer in einer solchen Situation: “Der wird schon merken, was er davon hat, wenn er nicht hört!“, und sie verstecken sich vor ihrem Hund. Ab in die Büsche, hinter den nächsten Baum, einfach komplett außer Sicht.

Und irgendwann, wenn der Hund, vielleicht auch nur mal kurz mit einem Auge, checken möchte, wo sein Hundeführer ist, ist dieser einfach weg!

Und was passiert dann: PANIK!


Vielleicht würde Dein Hund anfangen Dich zu suchen, aber was meinst Du, wie er sich dabei fühlt? Mit Sicherheit nicht gut, denn sein Sozialpartner Mensch ist einfach verschwunden. Panik, Unsicherheit, Trennungsstress… All das wird durch solche Versteckspielen eventuell gefördert. Vielleicht kannst Du Dich erinnern, wie es sich angefühlt hat, wenn Du als kleines Kind beim Einkaufen mal Deine Mama aus den Augen verloren hattest – war auch kein schönes Gefühl!

Viele Hunde achten dann draußen zwar mehr auf ihre Menschen, wenn die sich immer mal verstecken. Aber was meinst Du warum? Genau! Weil Sie Angst haben, wieder in diese so unangenehme Situation zu kommen. Das heißt, die Spaziergänge sind für diese Hunde nicht mehr entspannt, sondern sie haben ständigen Stress, dass der Mensch eventuell wieder verschwinden könnte, sie haben ständig ein Auge auf Ihre Zweibeiner, immer in Habachtstellung – das ist in keinster Weise schön für den Hund!

Und Dein Hund soll doch auf Dich achten, weil er es toll findet mit Dir, weil es sich für ihn lohnt, weil es ihm Spaß bringt und nicht, weil er Angst hat, dass Du verschwindest. Oder?

Sich vor seinem eigenen Hund verstecken, ohne dass er es mitbekommt, finde ich also nicht empfehlenswert.


Aber was nun tun in solch einer Situation?

Zum einen kannst Du natürlich freundlich zu Deinem Hund hingehen und ihn direkt ansprechen und bei Bedarf anleinen.

Zum anderen solltest Du Euer Rückruftraining überdenken, denn anscheinend klappt es ja noch nicht so gut. Überprüfe Euren Trainingsstand, Deine Belohnungen, den Aufbau Eures Trainings.

Und generell solltest Du Deinen Hund nicht rufen, wenn er gerade sowieso nicht kommen kann. Hast Du solche Situationen öfters, sichere Deinen Hund mithilfe einer Schleppleine an einem Brustgeschirr und trainiere erst mal wieder den Rückruf neu.

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