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Aufmerksamkeitssignal als Verhaltensunterbrecher

Aufmerksamkeitssignal als Verhaltensunterbrecher - Umorientierungssignal

Wenn Hunde am Schnüffeln sind, etwas beobachten oder einfach in ihre Hundewelt versunken sind, fällt es ihnen in der Regel sehr schwer den Menschen, der um Aufmerksamkeit bittet, wahrzunehmen. Das hat auch absolut nichts mit Sturheit, Nichthörenwollen, Ignoranz oder angeblicher Dominanz zu tun. Der Fokus des Hundes liegt in dem Moment halt einfach woanders… In „seiner“ Hundewelt!

Mit Hilfe eines gut aufgebauten Aufmerksamkeitssignals kann Dein Hund Dir später auch bei Ablenkung seine Aufmerksamkeit schenken bzw. sich etwas umorientieren. Nach dem Aufmerksamkeitssignal ist Dein Hund aufmerksamer und aufnahmebereiter für weitere Signale (Sitz, Hier, Suchen…). Denn, wenn Dein Hund nicht aufmerksam ist, macht es keinen Sinn irgendwelche Signale zu geben!

Aufmerksamkeit bedeutet, dass Dein Hund sich von seiner Ablenkung eventuell lösen kann oder aber mindestens ansprechbar wird. Dies muss also nicht zwangsläufig mit einem ein Blickkontakt zu Dir verbunden sein!

Am Mauseloch die Nase heben, beim Laufen stehen bleiben, den Kopf ein klein wenig in Richtung Mensch drehen… Je stärker die Ablenkung für den Hund ist, mit desto weniger Umorientierung/Aufmerksamkeit sollte man zufrieden sein und diese auch schon markern und belohnen!

 

Wähle ein Signal

Wähle für Die Aufmerksamkeitssignal ein sehr eindeutiges Signal.

Das Signal sollte mit wirklich keinem anderen Signal Ähnlichkeit haben und natürlich auch nicht anderweitig im Alltag mit Deinem Hund vorkommen.

Eine Pfeife hat immer den Vorteil, dass Du damit keinerlei Emotionen rüberbringst, da sie sich ja immer gleich anhört, und natürlich auch auf größere Entfernung besser bei Deinem Hund ankommt. Ich habe als Aufmerksamkeitssignal zum Beispiel einen langen Trillerpfiff.

 

Der Aufbau

Schritt 1 – Signalverknüpfung

Zuallererst muss Dein Hund verstehen, dass bei dem Aufmerksamkeitssignal immer etwas Angenehmes passiert. Das Signal sagt ihm ja bisher noch absolut nichts.

Belohne von Anfang an mit unterschiedlichen auch für Deinen Hund wichtigen Belohnungen.

Du startest ohne Ablenkungen um Euch herum – schließlich soll Dein Hund alles gut mit-bekommen. Du hast die Belohnungen niemals schon in der Hand, bevor Du das Signal gibst, diese kommen immer erst nach dem Aufmerksamkeitssignal zum Vorschein.

Die ersten Male steht Dein Hund direkt bei Dir und schaut Dich sogar an – ist also schon aufmerksam.

Ablauf

  1. Signal laut, freundlich und deutlich geben
  2. Sofort Belohnung präsentieren

Dein Hund muss hier noch absolut nichts für die Belohnungen tun. Es sind Gratisgeschenke!

 

In bewegten Bildern

Sammy – Start Aufbau Aufmerksamkeitssignal:

 

Schritt 2 – Aufmerksamkeit abfragen

Nach einigen Wiederholungen hat Dein Hund verstanden, dass es bei dem Signal immer eine Belohnung gibt. Das geht in der Regel sehr schnell. Dann kannst Du auch in den Situationen das Aufmerksamkeitssignal geben, in denen Dein Hund Dich gerade nicht an-schaut.

Das ist der Moment, ab dem Du mit Deinem Marker weiter trainierst.

Ablauf

  1. Aufmerksamkeitssignal geben
  2. Hund reagiert mit Aufmerksamkeit
  3. Die kleinste Aufmerksamkeitsreaktion sofort markern
  4. Deinen Hund belohnen – im Idealfall kommt die Belohnung zum Hund

 

In bewegten Bildern

Abby – Aufmerksamkeit markern:


 

Schritt 3 – Ablenkungen einbinden

Wenn Schritt 2 ohne Ablenkungen super klappt, kannst Du langsam anfangen mit leichten Ablenkungen und etwas mehr Distanz zum Hund zu trainieren.

Erst wenn Dein Aufmerksamkeitssignal mindestens 10x super an einer Ablenkung geklappt hat, wechselt Du zur nächsten „etwas“ schwierigeren Ablenkung. Lege Dir am besten eine Ablenkungsliste an!

Wiederholungen und Generalisierungen sind das A und O im Hundetraining. Möglichst in vielen verschiedenen Situationen trainieren. Hunde lernen situationsbezogen… Was ihm Garten super klappt, klappt noch lange nicht im Wald. Langsam mit den Ablenkungen trainieren – halte Dich an Deine Ablenkungsliste.

 

MERKE:
Alles, was Deinen Hund anderweitig motiviert, stellt gleichzeitig eine Ablenkung dar und oftmals sind Ablenkungen die effektivsten Verstärker/Belohnungen. Also solltest Du, so-fern es die Situation zulässt, die Ablenkung durchaus auch mal zur Belohnung machen!

 

Trainingsgestaltung

Deine Übungen müssen möglichst zu 100% klappen – dafür bist allein Du verantwortlich – niemals Dein Hund!
Die Trainingssituationen also immer so gestalten, dass das Aufmerksamkeitssignal klappt, dass Dein Hund darauf überhaupt reagieren „kann“. Ablenkungen ganz langsam steigern.
Das Signal nur geben, wenn Du 500 € darauf wettest, dass Dein Hund in diesem Moment wirklich reagiert.

 

Signal am Leben erhalten!

Frische Dein Aufmerksamkeitssignal regelmäßig auf!
Das heißt, dass Du immer mal wieder das Signal wie in Schritt 1 wiederholst:

Ablauf

  1. Signal laut und deutlich geben
  2. Sofort Belohnung präsentieren

Dein Hund muss hier noch absolut nichts für die Belohnung tun. Es sind Gratisgeschenke!

Sorge auf diese Art und Weise zum „Wow“ Effekt bei Deinem Hund: das Signal bleibt einfach etwas total Tolles!

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