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Podcast #3: Hundebegegnungen – Einfach nur entspannt bleiben?

by Alexandra
Hundebegegnungen: Einfach entspannt bleiben?

Du kennst bestimmt diese wunderbaren Tipps für schwierige Hundebegegnungen: einfach entspannt bleiben, souverän und selbstbewusst auftreten, Führungsqualitäten zeigen… Dann klappen auch die Hundebegegnungen. Tja…

In dieser Podcastfolge erfährst Du:

  • warum diese Herangehensweise nichts bringt
  • was solche Sprüche mit Dir machen
  • was Du tun kannst, damit Du Dich in diesen Situationen wohler fühlst




Weitere Möglichkeiten:



Fallen Deinem Hund Hundebegegnungen auch schwer?

Du kennst eventuell diese schlauen Sprüche:

  • Du musst nur souverän auftreten
  • Du musst deinen Hund selbstbewusster führen
  • Du musst Führungsqualitäten zeigen
  • Du musst einfach nur entspannt bleiben

Diese Sprüche sind aber nicht wirklich hilfreich. Sie helfen Dir nicht und Deinem Hund schon gar nicht.

Du siehst in der Ferne ein anderes Mensch und Themen auf euch zukommen. Vielleicht auch mit einem angelernten Hund, dein Puls schießt sofort in die Höhe, du wirst angespannt, du überlegst, was du tun kannst, du nimmst die Leine kürzer und versuchst dann, diese üblichen Tipps zu verfolgen: souverän sein, selbstbewusst sein. Du versuchst Führungsqualitäten zu zeigen (Ja, wie überhaupt?), du willst deinem Hund zeigen, dass du die Situation im Griff hast. Dann muss das mit diesen Hundebegegnungen ja wohl klappen. Ganz ehrlich, es ist Unsinn. Du kannst noch so gechillt, noch so entspannt sein, das ändert absolut nichts an der eigentlichen Ursache des Verhaltens bei deinem Hund.

Selbst wenn du noch so entspannt bist, hat dein Hund vielleicht immer noch Frust, weil er nicht zum anderen Hund hin kann. Wenn du noch so selbstbewusst auftrittst, fühlt dein Hund sich von dem anderen Hund immer noch bedroht, weil er immer noch auf euch zukommt. Das, was du denkst, was du fühlst, ändert absolut nichts an den Ursachen und da musst du immer ansetzen.

Was machen solche Tipps aber mit dir?

Du sollst einfach mal in einer stressigen Situation entspannt bleiben oder du musst halt wirklich mal selbstbewusst auftreten. Vermutlich setzen Dich alle diese Anforderungen nur noch weiter unter Druck und du fühlst dich noch unwohler in diesen Situationen. Du zweifelst an dir, an deinem Können, an deinem Training, an deiner Ausstrahlung, an deinen Fähigkeiten. Du bist unzufrieden mit dir, bist unzufrieden mit deinem Hund, wirst vielleicht sogar stinkig, wenn es wieder nicht klappt auf dich, auf deinen Hund.

Man redet sich ein, man selbst ist schuld für das Verhalten seines Hundes, dabei ist dem gar nicht so! Natürlich kann es passieren, dass du diese Situationen für deinen Hund noch stressiger machst durch dein Verhalten. Aber glaube mir: Dein Stress, deine Entspannung oder irgendwelche fehlenden Führungsqualitäten sind nicht die Ursache für das Verhalten Deines Hundes.

Natürlich kann Dein Verhalten den Stresslevel deines Hundes weiter in die Höhe treiben. Je angespannter du bist, deine Stimme strenger wird, wenn du schimpfst oder ähnliches, all das macht es nicht besser. All das wird deinen Hund vermutlich in der Situation noch mehr stressen. Ja, je entspannter du bleiben kannst, desto besser ist es, weil du dann einfach deinen Hund viel besser in diesen schwierigen Situationen unterstützen kannst. Du kannst wertvolle Signale abfragen und du kannst Deinem Hund rechtzeitig gute Alternativen anbieten.

Trainiere gute Signale und Dich selbst

Auch wir Menschen rutschen ganz schnell, wenn der Stresslevel bei uns steigt, in unser Hinterhirn. Das heißt, wir reagieren nicht mehr bewusst, wir handeln instinktiv und emotional, wir treffen vielleicht auch falsche Entscheidungen in diesen Momenten. Deswegen ist es wichtig, nicht nur bei unseren Hunden, auch bei uns, dass wir Menschen lernen, in schwierigen und in stressigen Situationen im Vorderhirn, also im denkenden Bereich, zu bleiben, um für uns und für unsere Hunde möglichst gute Entscheidungen treffen zu können.

Das kannst du tatsächlich üben, du kannst dich selbst darin trainieren . Zuerst überlege einfach, ob du schon gute, wertvolle Signale mit deinem Hund aufgebaut hast, die euch in schwierigen und stressigen Situationen helfen. Vielleicht nicht in diesen Momenten, wo es schon total am Eskalieren ist, sondern übe es erst mal mit passendem Abstand zu anderen Hunden. Vielleicht hast du ein gutes Rückrufsignal, welches du als Verhaltensunterbrecher benutzen kannst, ein Entspannungssignal, ein Markersignal, ein wertvolles Aufmerksamkeitssignal oder andere gute Signale.

Baue diese Signale in Ruhe auf, wenn es später dann mal knapp oder zu eng wird, kannst du diese Signale benutzen, um unerwünschtes Verhalten zu unterbrechen, um deinen Hund zu unterstützen und um somit leichter aus diesen Situationen herauszukommen. Sorge also dafür, dass du gute Verhaltensunterbrecher hast. Du darfst auch Management betreiben. Das heißt, wann immer du weißt, die Situation wird für deinen Hund nicht machbar sein, dann dreh um, weich aus, nutze Sichtbarrieren, lenke deinen Hund ab oder wähle andere Strategien, die euch unterstützen, dass dein Hund möglichst ruhig bleiben kann.

Es gibt unwahrscheinlich viele Möglichkeiten, die wir an der Hand haben, wenn wir sie vorher gut aufbauen, das wird auch bei dir so sein. Wenn du dann nach und nach merkst: „Oh wow, die Signale funktionieren“, vielleicht erst mal mit viel Abstand, dann gibt dir das Sicherheit, weil du Handlungsstrategien mit deinem Hund an die Hand bekommen hast. Du weißt, was du tun kannst und allein dadurch fühlst du dich schon besser und dann wird auch dein Hund sich bei dir sicherer fühlen, weil er weiß, dass du in seinem Sinne entscheidest.

Außerdem solltest du natürlich auch das Thema Hundebegegnungen gezielt trainieren. Darauf werden wir noch mal an anderer Stelle eingehen.

Atmen

Wann immer es schwierig werden könnte, versuche zu atmen. Tief einatmen und langsam ausatmen. Atmen durchblutet dein Gehirn, es gibt dir Zeit zu überdenken, zu reagieren. Es regt das Nachdenken an und lässt dich einfach bessere Entscheidungen treffen.

Nimm heute für dich mit, dass souveränes Auftreten, Selbstbewusstsein oder irgendwelche Führungsqualitäten nichts an den Ursachen für das Verhalten deines Hundes ändern und insofern Deinem Hund auch nicht weiterhelfen.



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